Schulentwicklungsprogramm der Klosterbergschule

 

„Ideale sind wie Sterne. Wir erreichen sie niemals, aber wie der Seefahrer auf dem Meer richten wir unseren Kurs nach ihnen.“

Carl Schurz

 

 

  1. Leitbild der Klosterbergschule

 

 

 

Die Persönlichkeit jedes Einzelnen steht im Mittelpunkt.

Wir respektieren einander.

Lehrer und Schüler hören einander zu.

Konflikte werden sachlich und fair gelöst.

Auch außerhalb der Unterrichtszeit kommunizieren Lehrer und Schüler

offen miteinander. Sie pflegen einen höflichen und freundlichen

Umgangston.

Alle werden in den Schulalltag integriert und niemand wegen seiner

Herkunft, Schwächen oder Besonderheiten ausgeschlossen.

Die Schüler unserer Schule erhalten eine bedürfnisgerechte Förderung

und nehmen diese dankbar an.

Um den Lernerfolg zu steigern, nutzen wir neue Unterrichts- und

Sozialformen sowie vielfältige Medien. Die Schüler gestalten den

Unterricht aktiv mit.

Jeder Schüler nutzt die Chance zu lernen, um sich auf sein späteres

Leben vorzubereiten.

Die Förderung von Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung leitet unser

Handeln.

 

(entstanden in der Zukunftswerkstatt am 1.Dezember 2011)

 

 

 

 

 

 

  1. Ziele der Schule

 

„Kinder sind geniale Konstrukteure, wenn es um das Erfinden von Lösungsstrategien geht. Sie brauchen nur einen Resonanzkörper, der ihnen sagt: Ich verstehe, was du tust und ich kann das anerkennen, denn das ist ein interessanter Weg.“

Peter Fauser, Prof. für Erz. Wissenschaft an der Uni Jena

Unsere Schüler werden befähigt, demokratisch und selbstwirksam zu handeln, um die gestiegenen Anforderungen der Wirtschaft sowie des gesellschaftlichen und privaten Lebens zu bewältigen.

Zunehmend beziehen wir reformpädagogische Grundsätze in unser Schulprogramm ein. Hauptanliegen unserer Arbeit ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu starken Persönlichkeiten zu fördern, welche sozialkompetent, eigenverantwortlich für ihr Tun sind und aktiv an ihrem Wissenserwerb arbeiten. Inklusion ist ein fester Bestandteil unseres Schullebens.

 

 

  1. Qualitätsbereiche

 

3.1. Lehren und Lernen

 

„Dass ich etwas kann, was ich vorher nicht konnte, ist eines der größten Glücksgefühle, die es für Menschen überhaupt gibt.

Menschen dieses Gefühl zu geben, wenn ich mich anstrenge, dann kann ich etwas,

was ich vorher nicht konnte, das muss von Anfang an eine ganz große Rolle spielen.“ (Elsbeth Stern, Forschungsgruppenleiterin im Max- Planck- Institut für Bildungsforschung, Berlin)

 

 

Ziele

 

Unsere Schüler lernen nach schulinternen Lehrplänen, die auf der Grundlage der Thüringer Lehrpläne und der Bildungsstandards durch die Lehrkräfte der Schule erstellt werden.

Durch motiviertes Lernen, kompetentes Sozialverhalten und das Trainieren von Problemlösestrategien werden unsere Schüler zu einer hohen Selbstwirksamkeit geführt.

Bewährte Elemente der Jenaplan-, Fröbel- und Montessoripädagogik sind ein fester Bestandteil unseres pädagogischen Konzeptes „Verantwortung gegenüber der Natur“ streben wir durch umweltbedachtes Verhalten an.

 

 

Inhalte

 

Unser Konzept basiert auf reformpädagogischen Ansätzen und bezieht Ergebnisse aktueller pädagogischer Forschung ein. Im Mittelpunkt stehen der Schüler in seiner Einzigartigkeit sowie die Erziehung zu Selbstverantwortung und Teamfähigkeit.

Die Rhythmisierung des Unterrichts liegt unserem reformpädagogischen Konzept zu Grunde. So beginnt und endet die Woche nach Möglichkeit beim Klassenlehrer. Freiarbeit findet in den Klassen 5 und 6 dreimal wöchentlich während der Trainingsstunden statt. Ein gemeinsames Frühstück wird im Klassenraum eingenommen, der als Arbeits- und Lebensraum große Bedeutung hat und von den Schülern, dem wachsenden Schulalter entsprechend, in Eigenverantwortung gestaltet wird. Vielfältige Angebote am Nachmittag wie Arbeitsgemeinschaften, Förderunterricht, Hausaufgabenbetreuung, Entspannung, Spiel und Tanz bieten die Möglichkeit, Schüler individuell herauszufordern.

Im Unterricht liegt die Betonung auf dem „forschend-entdeckenden“ Lernen, wobei Selbsttätigkeit und gegenseitige Hilfe im Vordergrund stehen.

Dies wird durch die Arbeit im speziell vorgegebenen Rahmen mit differenzierten Aufgabenstellungen ermöglicht. Schüler werden entsprechend ihrer Leistungsmöglichkeiten, Begabungen und Interessen im vorwiegend binnendifferenzierenden Unterricht individuell gefördert. Die heterogene Zusammensetzung der Schülerschaft erfordert und ermöglicht unterschiedliche Formen der Lernorganisation, um die ganzheitliche Kompetenzentwicklung der Schüler auszubilden. Besonders im Rahmen der Freiarbeit bestimmen die Kinder ihr Lerntempo ebenso wie den Schwierigkeitsgrad der gestellten Aufgaben. Hier finden die Schüler eine besonders vorbereitete Lernumgebung (verschieden geartete Arbeitsplätze, freie Wege zur besseren Beweglichkeit, unterschiedliche Sitzmöglichkeiten, viele verschiedene übersichtlich bereitgestellte Materialien).

Der Lehrer fungiert dabei als Begleiter und Berater des lernenden Kindes. Für die Umsetzung fachübergreifender Unterrichtsinhalte und Projekte sind Lehrerteams verantwortlich, die z.B. Unterrichtsmaterialien erarbeiten und bereitstellen.

Wichtig für unsere schulische Arbeit ist die Orientierung an aktuellen Ereignissen. Hierbei gilt es, gesellschaftliche Entwicklungen wahrzunehmen und darauf entsprechend zu reagieren.

 

Das Hauptziel aller an der Klosterbergschule unterrichtenden Lehrer ist es, das Prinzip der Selbstwirksamkeit[1] kontinuierlich und nachhaltig im Unterrichtsgeschehen umzusetzen.

Selbstwirksamkeit ist an der Klosterbergschule eine wichtige Grundlage zur Erreichung eines für Schüler wie Lehrer günstigen Schulklimas mit positivem Leistungserleben, z.B. Belastungsreduktion, Burnout- Prophylaxe, Steigerung von Lernfreude und Selbstvertrauen sowie positivem Leistungsverhalten (Suche nach Herausforderung, Anstrengung, Ausdauer, Leistungen).

 

Unsere Schüler

  • sollen Verantwortlichkeit erleben und stärker Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen, um demokratisch handeln zu können.
  • entwickeln soziale Fähigkeiten, zum Beispiel Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit, lernen Konfliktlösungsstrategien kennen sowie Möglichkeiten zur „Ärgerkontrolle“.
  • entwickeln ein Gemeinschaftsgefühl im Klassenverband.
  • lernen mit Belastungen problemorientiert umzugehen und schwierige Situationen in Ruhe zu durchdenken.
  • erfahren Strategien zur Förderung der Lernmotivation und zur Erhöhung der Selbstwirksamkeit, um Interesse am Lernen zu entwickeln und Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu haben.

 

Erhöhung der Selbstwirksamkeit durch

 

Umsetzung an der Klosterbergschule
Trennung von Lern- und Leistungsraum genaue Abgrenzung von Übungsphasen und Bewertungssituationen
Transparenz Transparenzpapiere vor Klassenarbeiten,

Bekanntgabe der Stoffverteilung im Schuljahr,

Bekanntgabe der Bewertungsmaßstäbe,

Rückmeldung der Lernergebnisse

Autonomie Mitbestimmung über Unterrichtsinhalte,

Mitbestimmung über die Wahl der Sozialform und den Ort des Lernens

Proaktives Handeln Einüben von Perspektivenübernahme,

Trainieren von Konfliktlösestrategien

Diagnose von Unterrichts-und Klassenklima Erstellen von Unterrichts-und Klassenregeln,

Evaluation – zum Beispiel Online-Befragung „SEFU“

Kooperatives Lernen Nutzung kooperativer Lernformen

 

Die Lehrer regen dazu an, positive Einstellungen zu fördern und steigern die Motivation bei den Schülern neue und schwierige Aufgaben zu bearbeiten und dabei Anstrengung und Ausdauer zu zeigen. Die Umsetzung des Prinzips der Selbstwirksamkeit gibt den Schülern Sicherheit und die Gewissheit, dass die Lehrer Partner und Begleiter, nicht Gegner und Kontrolleure im gemeinsamen Lernprozess sind.

Dadurch erreichen wir bei den Schülern:

  • gegenseitige Wertschätzung,
  • Lernfreude,
  • optimale, dem Schüler entsprechende Leistungen,
  • kaum Gewalt,
  • keine Schulschwänzer,
  • Evaluations- und Feedbackkultur.

 

 

Individualisierung des Lernprozesses

 

Voraussetzungen

 

Die Klassenlehrer der künftigen fünften Klassen werden durch die Grundschule anhand spezifisch erarbeiteter Checklisten über den Leistungsstand der Schüler informiert.

Die sonderpädagogischen Fachkräfte, Klassen- und Fachlehrer ermitteln durch pädagogische Diagnostik (Lernstandskontrollen, Vergleichstests,…) das Leistungsniveau eines jeden Schülers möglichst genau, um so ein individuelles Profil der Stärken, aber auch der Schwächen, zu erhalten und ggf. konkrete Fördermaßnahmen abzuleiten. Diese Maßnahmen können sein: die Erstellung oder Fortschreibung eines sonderpädagogischen Förderplans, die Gewährung eines Nachteilsausgleiches mit pädagogischen Förderplans bzw. ein pädagogischer Plan zur Begabtenförderung.

Zu diesem Zweck kooperieren alle Pädagogen der Klasse.

Teamsitzungen dienen der Vorbereitung und schaffen die Grundlagen für Förderpläne, die gemeinsam mit Eltern und Schülern individuell erarbeitet werden. Die Lehrer der Schule nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil.

 

 

Schwerpunkte der Individualisierung

 

Äußere Differenzierung

 

Die Schule wird in der Regel zweizügig in den Klassen 5 – 10 geführt.

Die Schüler können nach der Klassenstufe 6 entscheiden, ob sie im Wahlpflichtfach den Kurs Natur-Technik oder Französisch als zweite Fremdsprache belegen. Für Schüler im Bildungsgang Lernförderung entfällt die zweite Fremdsprache.

Am Ende der Klasse 8 beraten die Lehrer gemeinsam mit den Schülern und Eltern über den weiteren Bildungsweg sowie den angestrebten Schulabschluss. Die Schüler können an unserer Schule den Hauptschul-, den Qualifizierenden Hauptschulabschluss oder auch den Realschulabschluss erwerben.

Entsprechend der Thüringer Schulordnung stehen jedem Schüler damit alle weiterführenden Bildungswege entsprechend seiner Neigungen und Leistungen offen. So ist nach der 10.Klasse ein Wechsel an ein Gymnasium, ein berufliches Gymnasium, an eine Berufsschule bzw. der Beginn einer Ausbildung möglich.

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten eine fachlich und zeitlich angepasste Stundentafel. Um eine gelingende Inklusion zu gewährleisten, arbeiten Fachlehrer, Sonderpädagogen und Eltern eng zusammen. Auf diesem Weg werden die Schüler zu dem für sie bestmöglichen Abschluss geführt.

 

 

Innere Differenzierung

 

Durch die Möglichkeiten der inneren Differenzierung wollen wir den individuellen Besonderheiten jedes einzelnen Schülers gerecht werden. Jeder Schüler kann sein eigenes Lerntempo wählen und übernimmt Verantwortung für seinen Lernprozess. Hier finden verschiedene Aufgabenformate sowie Reflexionsformen ihre Umsetzung. Beispiele zur Individualisierung des Unterrichts sind im Anhang 6a aufgeführt.

Schüler mit einem höheren Arbeitstempo erhalten Zusatz- oder Wahlaufgaben mit einem erhöhten Anforderungsniveau.

Begabte Schüler werden zur Teilnahme an mathematischen Wettbewerben (Mathematikolympiade, Känguru-Wettbewerb, Adam–Ries-Wettbewerb,…) angeregt und entsprechend vorbereitet.

Maßnahmen in tabellarischer Form finden sich in der „Handreichung zur Umsetzung von Nachteilsausgleich im Unterricht“. (siehe Anhang 6)

 

 

 

Methodenlehrplan

 

Entsprechend der Leitgedanken zu den kompetenzorientierten Thüringer Lehrplänen für die Regelschule haben wir uns das Ziel gesetzt, die Methodenkompetenz der Schüler der Klosterbergschule weiter zu entwickeln. Auf der Grundlage eines Methodenlehrplans werden die Fähigkeiten der Schüler, den Lern- und Arbeitsprozess mit Hilfe verschiedener Techniken bewusst, zielorientiert, effektiv, kreativ und damit erfolgreich gestaltet, kontinuierlich gefördert und erweitert.

In der Klassenstufe 5 führt ein Grundkurs „Methodentraining“ die Schüler altersgerecht in die Thematik ein, greift Vorkenntnisse der Schüler auf und vermittelt fächerübergreifende Grundqualifikationen. In unserer Schüler führt jeder Schüler ein Methodenheft, in dem die grundlegenden Methoden erklärt und von ihm selbst beispielhaft angewendet werden. Der Methodenlehrplan steuert ebenso das Methodentraining in den nachfolgenden Klassenstufen und stellt sicher, dass es ein immanenter Bestandteil des Fachunterrichts ist. Nach entsprechenden Trainingsphasen geht der Grad der Beherrschung einzelner Methoden in die Bewertung sowie Beurteilung ein und ist ein wichtiger Schwerpunkt der Lernentwicklungsgespräche.

 

 

Operatorenlehrplan

 

Er beinhaltet verbindliche Planungen, welches Fach, am Beispiel welchen Themas welchen Operator bzw. welche Methode / Lerntechnik wann einführt bzw. festigt. Durch einen Test am Ende jedes Schuljahrs wird evaluiert, wie sicher unsere Schüler mit den einzelnen Techniken umgehen können, bzw. wo noch Übungsbedarf besteht.

Diese Art der Standardisierung trägt zur Leistungssteigerung der Schüler bei, da sie fachunabhängig sicher sind, was bei welcher Aufgabenstellung von ihnen erwartet wird.

 

 

Sprachenkonzept

 

Das schulinterne Sprachenkonzept unterstützt die gezielte Entwicklung von Sprachbewusstsein und Sprachlernbewusstheit, d.h. den Umgang mit Sprachlernstrategien. Es will einen Beitrag dazu leisten, dass unsere Schüler verfügbares sprachliches und soziokulturelles Wissen in der Mutter- und den Fremdsprachen bewusster wahrnehmen, reflektieren, miteinander verknüpfen und für das Verstehen und Verständigen in der Fremdsprache nutzen. Das fremdsprachliche Konzept unserer Schule basiert auf den Kenntnissen des fremdsprachlichen Unterrichts der Grundschule, so wird eine Weiterentwicklung der Kompetenzen sowie die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers gewährleistet (vgl. ThürSchO. §47). (siehe Anhang 3)

 

 

Schulinterner Lehrplan zur Berufsorientierung

 

Ein wesentliches Hauptziel zur Steigerung der Qualität des Unterrichts ist die Berufsorientierung und damit die Vorbereitung auf den späteren Alltag. Unsere Schüler werden kontinuierlich, intensiv und umfassend mit dem Berufsleben konfrontiert. Dies beinhaltet vor allem die Befähigung der Jugendlichen, Berufe zu entdecken, die ihren individuellen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechen.

Ein wesentlicher Aspekt der berufsvorbereitenden Maßnahmen besteht darin, flexibel auf die sich verändernden Anforderungen von Politik, Industrie, Wirtschaft, Handwerk, Forschung und Dienstleistungsunternehmen zu reagieren. Die Schüler informieren sich optimal und nutzen ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt realistisch und voller Optimismus.

 

Angebote für unsere Schüler zur Berufsfindung

 

  • Training des mündlichen und schriftlichen Bewerbens → Stärkung von Selbstvertrauen und Selbstsicherheit der Jugendlichen sowie ihrer Kritikfähigkeit
  • Teilnahme an den Maßnahmen der praxisnahen Berufsorientierung ab Klasse 7 im Grone-Bildungszentrum sowie im HBZ Weimar
  • Durchführung von Betriebspraktika ab Kl. 8
  • Exkursionen in Betriebe oder Berufsschulen der Region und zum BIZ
  • Teilnahme an Berufsmessen (z.B. Abend der Berufe, Tag der offenen Betriebe, Berufsmessen)
  • Gespräche mit Verantwortlichen der Agentur für Arbeit
  • Teilnahme an Bewerbungstests in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperations-partnern
  • Dokumentation der Ergebnisse im Thüringer Berufswahlpass (geführt von Kl.7-10 als Portfolio).

 

  • Unterstützung der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf durch Zusammenarbeit mit Übergangskoordinatoren, die eine Potentialanalyse durch-führen, Hilfe bei der Bewerbung anbieten, Praktika vermitteln sowie Auswertungen vornehmen
  • Inklusionstag für Eltern und Schüler zum Kennenlernen der Möglichkeiten einer Ausbildung und weiteren Entwicklungsperspektiven
  • Praxistag für Schüler mit einem Förderbedarf im Bereich Lernen

(1x wöchentlich/Jahr)

  • Schüler mit besonderen Fähigkeiten und Fertigkeiten können Begabungen fördern (z.B. AGs, Technikolympiaden, Projektarbeiten), Informationen über weiterführende Schulen mit Anforderungsprofilen und Studienperspektiven erfahren.

 

Durch diese intensive Berufswahlvorbereitung, in deren Zentrum die Stärkung der Individualität unserer Schüler steht, werden die Heranwachsenden aufgrund der umfangreich dokumentierten Informationen und vielseitigen Erfahrungen sehr gut auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereitet. Unsere Schüler werden befähigt, ihre Ausbildungsplätze mit Bedacht zu wählen und den auf ihre Bedürfnisse und Ziele abgestimmten Schulabschluss zu erreichen.

Sie werden vertraut gemacht mit den Werten und Normen des modernen Berufslebens, erhalten ein hohes Maß an Verantwortungsbereitschaft für ihr Leben. Sie sind in der Lage, das Gelernte aus den Bereichen der Sach-, Methoden- und Sozialkompetenz im Berufsalltag anzuwenden. Als Anerkennung für dieses Engagement erwirbt die Klosterbergschule regelmäßig das Qualitätssiegel „Berufswahlfreundliche Schule“. (siehe Anhang 2)

 

 

Portfoliokonzept

 

Portfolios enthalten repräsentative Arbeitsergebnisse, Reflexionen über deren Entstehung

und die Ableitung neuer Ziele.
Es wird ein solches Portfolio in der Klassenstufe 5 in Form eines Lesetagebuches oder einer Lesekiste geführt.

Ab Klassenstufe 7 arbeiten die Schüler mit dem Berufswahlordner unter Anleitung der Lehrer und der Berufsberater entsprechend den Vorgaben des schulinternen Lehrplans zur Berufsorientierung.

Das Lernen in den fächerübergreifenden Projekten der Klassenstufen 5 bis 8 wird in Portfolios dokumentiert. Sie dienen als Instrument der Rückkopplung zwischen Schülern und Lehrern. Die Schüler präsentieren ihre Lernfortschritte und –ergebnisse, erhalten dazu entsprechende Rückmeldungen von den Lehrern und lernen so, ihre Arbeiten realistisch zu bewerten und erreichbare Ziele in Angriff zu nehmen.

Ab Klassenstufe 9 werden die Schüler angeleitet, Stärkenportfolios in einem von ihnen gewählten Fach oder Bereich zu führen.

 

 

3.2 Führung und Management

 

„Qualität ist kein Zufall. Es gehören Intelligenz und Wille dazu, ein Ding besser zu machen.“

(John Ruskin)

 

Ziele

 

Diese umfassen:

 

  • Entwicklung von Perspektiven und Zielen, die auffordernden Charakter besitzen und auf Akzeptanz stoßen
  • zielgerichtete Koordinierung der Fähigkeiten des Kollegiums
  • Weiterentwicklung der Hospitationskultur und der Arbeit in Lehrerteams.

 

 

Inhalte

 

Die Führungsqualität der Schulleitung ist ein bestimmender Teil der demokratischen Schulkultur. In der Klosterbergschule, als einer „Schule der Demokratie“, bestimmt Leadership das Handeln der Schulleitung.

 

Das bedeutet im Einzelnen:

Visionen und Perspektiven für die Schule zu entwickeln, die auffordernden Charakter besitzen und auf Akzeptanz stoßen.

Die Arbeit mit Zielen, die anhand der „smart“ – Kriterien überprüft werden, leitet das Handeln der Pädagogen. Die Pläne sind orientiert an Zielsetzung, Aufgabenstellung und Bedürfnissen der Schule sowie an Interessen und Bedürfnissen der Lehrkräfte. Pläne, Beschlüsse, Vorhaben werden durch demokratische Prozesse herbeigeführt. Einfache Mehrheitsentscheide werden selten für Entscheidungsfindungen eingesetzt.

Die effektive und effiziente Gestaltung der Verwaltung ist ein wichtiger Bestandteil des Schulmanagements. Die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen werden zur schulischen Weiterentwicklung genutzt.

Ein wesentliches Kriterium von Leadership ist die Förderung der Kommunikation, was deutlich wird in den Mitarbeiter-Vorgesetzten-Gesprächen, in der Zusammenarbeit mit den Beratungslehrern, Förderschullehrern und der Leiterin der Steuergruppe, den Fachkonferenzleitern, in regelmäßigen Dienstberatungen und Konferenzen, die effizient und effektiv organisiert werden.

Eine der vorrangigen Aufgaben der Schulleitung besteht auch darin, die Fähigkeiten des Kollegiums zielgerichtet zu koordinieren und Impulse für die Weiterentwicklung zu geben. Dies kann nur in einer Kultur des gegenseitigen Vertrauens gelingen, in der Fehler als Chance begriffen werden.

Die Erhöhung der Professionalität durch individuelle Fort- und Weiterbildungspläne (fachlich, methodisch – didaktisch, erziehungswissenschaftlich) sind Bestandteil des Schulprogramms. Es werden Fortbildungsziele formuliert, die sich an den Entwicklungsschwerpunkten der Schule orientieren. Daraus werden Fortbildungsmaßnahmen abgeleitet, wozu auch die Teilnahmemöglichkeit aller Lehrer an zentralen Fort – und Weiterbildungsmaßnahmen gehört sowie der Transfer in die Praxis, die Multiplikation in das Kollegium, eine entsprechende Evaluation der Ergebnisse nach vorher festgelegten Kriterien und Indikatoren.

Das alles erfolgt in enger Kooperation mit dem Thillm, das nicht nur das Budget bereitstellt und geeignete Referenten vermittelt, sondern auch aus den Ressourcen der Schule schöpft. Schulleitung und Lehrkräfte halten selbst Fortbildungen, öffnen die Schule für Unterrichtsbesuche aus der Region, Deutschland und dem Ausland, bieten Trainingsraum, z.B. für Ausbildung von Experten der „Eigenverantwortlichen Schule“. Die Profilierung zur Ausbildungsschule bedeutet auch, neue Ideen für den eigenen Unterricht zu nutzen, den „frischen Wind“ in die Schule zu lassen und davon zu profitieren.

Die Entwicklung des Kollegiums wird ebenfalls durch Unterrichtsbesuche zielgerichtet gefördert. Die Schulleitung wird von den Fachlehrern eingeladen, besondere Unterrichtsprojekte zu beobachten, bei Problemfällen zu beraten und Unterrichtsentwicklung zu verfolgen. Kollegiale Unterrichtsbesuche werden ermöglicht und weiterentwickelt. Die Schulleitung unterstützt und steuert diese Praxis der Zusammenarbeit.

Partizipation zu ermöglichen und zu nutzen ist ein weiteres Merkmal von Führung und Management an der Klosterbergschule.

Eine Beteiligung erfolgt durch die Arbeit verschiedener Schulteams (Jahrgangsteams, Fachschaften, Klassenkonferenzen, Projektgruppen) bei der Klassenbildung, bei dem Lehrereinsatz. Regelmäßig finden „Tage der offenen Tür“ statt.

Zusätzlich wird die Schule für Unterrichtsbesuche geöffnet, Grundschüler können in „Schnuppertagen“ einen Einblick gewinnen. Die neuen bzw. interessierte Schüler und deren Eltern lernen die neuen Unterrichtsfächer und Unterrichtsräume kennen und können im Gespräch mit der Schulleitung, Lehrern und Schülern Fragen klären. Zeitig werden die neuen Klassenleiter benannt. Diese führen gemeinsam Gespräche mit den Grundschulen und hospitieren. Der Übertritt ist individualisiert. (Vgl. Checklisten und Materialien für die Fächer Deutsch und Mathematik).

Zu erfolgreicher Führung gehört auch, die Lehrergesundheit im Blick zu behalten. Konfliktmanagement, Stressprävention, Supervision und kollegiale Fallberatung zählen zu den Instrumenten der Klosterbergschule.

Regelmäßige Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarungen sind ein Schwerpunkt und werden zielgerichtet und systematisch durchgeführt.

Ein Organigramm sorgt für den Überblick, wer welche Aufgaben inne hat und hilft Überlastungen zu vermeiden, sorgt aber auch für gerechte und transparente Aufgabenverteilung.

Schulinterne Lehrpläne zur Berufswahlvorbereitung, ein schulinterner Methodenlehrplan, ein Plan zum Einsatz der Operatoren, eine Handreichung zum Umgang mit Kompetenztests werden regelmäßig evaluiert und auf ihre Wirksamkeit überprüft, helfen Über- und Unterforderungen zu vermeiden. Jeder Lehrer bearbeitet neben seinem Fachgebiet ein eigenständiges Aufgabenfeld, verantwortet dessen Ergebnisse und erhält die Gelegenheit, in Beratungen und Konferenzen darüber zu berichten.

Anerkennung und Wertschätzung leiten unser Miteinander. Die Schulleitung achtet darauf,

eine „Lob- und Anerkennungskultur“ durchzusetzen, was für Lehrer und Schüler gleichermaßen gilt.

Ein Fortbildungsplan wird jeweils für drei Jahre erstellt. Formen der Fortbildung sind beispielsweise: Schulintern, Schulbesuche, Thillm – Veranstaltungen, regionale Fortbildung, Sonstiges.

In Abhängigkeit von den schulischen Erfordernissen und den individuellen Bedürfnissen erfolgt die Planung der

 

  • Schulbesuche (Jenaplan, TGS, Reformschulen…),
  • Diagnostik, Entwicklung der diagnostischen Kompetenzen,
  • Arbeit mit Portfolios
  • Projektunterrichtseinheiten
  • individuellen Bewertung
  • Montessoripädagogik
  • Lehrergesundheit: Training von Resilienzen
  • fachbezogenen Fobi (Methodik, Inhalte…)
  • Zirkuspädagogik.

Jede Lehrkraft hat einen eigenen Fortbildungsplan, der sich entsprechend zu einem Gesamtplan zusammenfügen lässt.

 

 

3.3 Kooperation und Kommunikation

 

„Die Anerkennung und Achtung der Vielfalt erzeugt gegenseitigen Respekt der Menschen, den wir brauchen, und sie schafft gleichzeitig den bleibenden Antrieb für die Auseinandersetzung mit anderen.“

(Peter Fauser, Prof. für Erziehungswissenschaften an der Uni Jena)

 

 

 

Ziele

 

Wir pflegen und fördern die Kooperation mit unseren Partnern und öffnen uns neuen Lernorten für lebensnahes und ganzheitliches Lernen.

Unsere Schule ist sowohl vom Namen als auch vom Inhalt unseres Schulprofils als selbstwirksame Schule mit reformpädagogischen Ansätzen bekannt. Die Klosterbergschule ist eine teilweise gebundene Ganztagsschule.

 

 

Inhalte

 

Kooperationen der Klosterbergschule mit außerschulischen Partnern sind für unsere Arbeit selbstverständlich. Im Rahmen der Öffnung zum näheren und weiteren Umfeld wird dieser Kreis ständig erweitert bzw. verändert. Wir können inzwischen auf eine Vielzahl von dauerhaften Beziehungen mit wechselseitigem Geben und Nehmen, aber auch auf zeitlich begrenzte Unterstützer aufbauen.

Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern wird von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung bestimmt.

Die Formen der Zusammenarbeit werden durch Vereinbarungen, Leitfäden oder Checklisten geregelt.

 

Einrichtungen schulischer Kooperation

 

Grundschulen der Region [2]

Netzwerk FZ „Hans Bürger“ Blankenhain Staatliche Berufsbildende Schulen (Schwerstedt und Weimar)

Montessori-Grundschule Nohra,

Marie-Curie-Gymnasium Bad Berka

Kindergärten der Stadt Bad Berka

Gimnazjum Zabno (Polen)

 

Schulische Kooperationspartner

 

 

Schulpsychologen

Schulsozialarbeiter

Integrationshelfer, Schulbegleiter

Integrationshilfe „Weberhof“[3]

Förderschullehrer[4]

 

betriebliche Kooperationspartner Edelstahlbau Tannroda

Zentralklinik Bad Berka

Grone – Bildungszentrum Weimar

IHK

Krankenkassen,

Agentur für Arbeit

ortsansässige Unternehmen

 

wissenschaftliche Einrichtungen ThILLM,

FSU Jena,

Humboldt-Universität Berlin,

Universität Erfurt,

Studienseminar Erfurt

 

kommunale Einrichtungen, Sonstige Stadtverwaltung Bad Berka,

freiwillige Feuerwehr

Bibliotheken

Kurverwaltung Bad Berka

ev. Kirche „St. Marien“ Bad Berka

 

Vereine, Sonstiges Kinder- und Jugendzirkus Tasifan

Sportvereine,

DLRG,

Jugendzentrum Sonnenhöhe

Kneippverein Bad Berka

Jugendwaldheim Bergern

 

 

Regelungen für die Kooperation mit Förderschullehrern, sonderpädagogischen Fachkräften, Schulbegleitern (vgl. Anhang 9)

 

Die Zusammenarbeit mit unseren Partnern wird von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung bestimmt.

 

Wir sehen in einem offenen und regelmäßigen Kontakt zu verschiedenen pädagogischen Institutionen unsere Chance, die Klosterbergschule als eine Schule mit Qualität und Entwicklungsperspektiven für den Großteil der in Bad Berka und Umgebung lebenden Kinder zu präsentieren.

Als fester Ansprechpartner des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) wirken wir mit bei der Multiplizierung der Ergebnisse aus der Teilnahme am BLK-Programm „Demokratie lernen und leben“ sowie bei Fortbildungen für Lehrer und Schulleiter aller Schularten. Die Arbeit der an der Schule unterrichtenden Lehrer profitiert umgekehrt von der Nähe zur Fortbildungsstätte und „Ideenschmiede“ der Thüringer Schulen.

Der bestehende rege Kontakt zur Friedrich-Schiller-Universität Jena wird stetig vertieft und ausgebaut. Wir nutzen deren Instrumente für die externe Evaluation unserer schulischen Arbeit und bieten andererseits personelle und räumliche Voraussetzungen für die Lehrerausbildung. Studenten der FSU absolvieren bei uns ihr Praxissemester. Somit verbinden sich auf eindrucksvolle Weise Schule und Forschung. Gleiches gilt für die Lehramtsanwärter, die parallel durch das Studienseminar Erfurt betreut werden.

Die Fortbildungen zur Schulentwicklung oder zu methodisch-didaktischen Konzepten können im Rahmen der Budgetierung von den Lehrern genutzt werden. Schulische Höhepunkte, sportliche Aktivitäten, Nachmittagsangebote oder themenbezogene Elternabende sind weitere günstige Gelegenheiten, um das Kooperieren verschiedener Schulen voranzubringen.

 

 

Schulische Höhepunkte / Projekte

 

  • „Bewegte Schule“ – Zirkuspädagogik
  • Vorlesewettbewerb
  • Mathematikwettbewerbe
  • Geografiewettbewerb
  • Tage der offenen Tür
  • regionale Sportwettkämpfe
  • Advents- / Weihnachtsturnier
  • gemeinsame Projekte mit den Schülern der Partnerschule in Zabno (Kunst, Sport, Zirkus)
  • Zirkus-, Tanz-, Musik- und Kunstprojekte
  • Wandertage, Exkursionen, Studien- und Klassenfahrten
  • Projekte:
  1. 5 „Für ein gutes Klassenklima“ (Antimobbing- Projekt)
  2. 6 „Klima“
  3. 7 „Wasser“
  4. 8 „Zeitung“
  5. 9 „Projektarbeit“

Dies trägt wesentlich zur demokratischen Werteerziehung und Förderung von sozialen Kompetenzen der Schüler bei.

Die Zirkusgruppe „Kolibri“ ist als eigenständiger Zirkus aus einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendzirkus „Tasifan“ hervorgegangen. Sie wird von einer Kollegin der Schule, die die Unterrichtserlaubnis als Zirkuspädagogin erlangt hat, geleitet. Aufführungen in Kindertagesstätten, bei Stadtfesten in Bad Berka und in umliegenden Gemeinden oder beim Thüringentag in Erfurt und bei „KIKA live“ im Kinderkanal machen unsere Schule über den Unterricht hinaus bekannt und stärken das Selbstbewusstsein und das Verantwortungsgefühl der Schüler.

Gleichermaßen erfährt das musikalische Schulprojekt „On the Stage“ eine große Resonanz bei Auftritten sowohl zu den verschiedensten Anlässen unseres Schullebens als auch innerhalb Bad Berkas oder der Region. Schüler mehrerer Jahrgangsstufen sind integriert und stärken ihre Sozialkompetenz. Zusätzlich erfahren sie individuelle Förderung durch angebotene Gitarrenkurse.

Ein fester Bestandteil unserer Kooperation mit der Stadtverwaltung Bad Berkas ist die jährlich zum Schuljahresende beginnende Ausstellung von Schülerarbeiten des Kunstunterrichts im Rathaus der Stadt. Diese werden später in weiteren Institutionen, zum Beispiel dem Hospiz in Bad Berka, zugänglich gemacht.

 

 

 

 

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

  • Zusammenarbeit mit verschiedenen Medien der Region, vordergründig mit den Tageszeitungen (TA/TLZ), dem Amtsblatt und dem „Bad Berka –TV“
  • die Homepage unserer Schule (www.klosterbergschule.com)
  • Tage der offenen Tür
  • Flyer, der über Schwerpunkte des Schulprofils informiert
  • Flyer zur Berufsorientierung
  • Flyer zur Projektarbeit

 

 

Elternarbeit

 

  • hoher Stellenwert in unserer pädagogischen Arbeit
  • in regelmäßigen Abständen Gespräche zur Lernentwicklung der Schüler und deren Dokumentation
  • Schullaufbahngespräche an den Schnittstellen (Klasse 5, 6, 8,10)
  • im Jahresplan verankerte Elternsprechstunden
  • toleranter und respektvoller Umgang miteinander
  • voneinander lernen, unsere Vielfalt als Gewinn sehen und einen größtmöglichen Nutzen für unsere Kinder erzielen

 

 

3.4 Schulklima und Schulkultur

 

„Das Einfachste ist, dass man Kindern das Gefühl gibt, dass sie angenommen sind, dass sie wichtig sind, dass sie nicht gedemütigt werden, dass sie nicht in Schubläden gepackt werden, dass sie nicht sortiert werden, nicht nach ausgeklügelten Methoden in Leistungsgruppen separiert werden, sondern dass man einfach zulässt, dass jeder etwas besonders gut kann und sich das zunutze macht.“

(Gisela John, Schulleiterin Jenaplan- Schule, Jena)

 

Ziele

 

Die Bewahrung der hohen Kreativität und des großen Engagements bei der Weiterentwicklung von Schulklima und Schulkultur stehen im Mittelpunkt der Schulentwicklung.

Regeln für die Gestaltung des Umgangs miteinander werden gemeinsam erarbeitet und finden Beachtung.

Gegenseitige Unterstützung und Umsetzung eines einheitlichen pädagogischen Handelns zur Einhaltung von Werten und Normen als wichtige Faktoren der pädagogischen Arbeit werden weiterentwickelt.

 

 

 

 

Inhalte

 

Hilfsbereitschaft, Teamgeist, Verantwortungsbereitschaft, Lebensnähe und Gewaltfreiheit sowie Solidarität sind Schlüsselbegriffe, die das Klima an der Klosterbergschule prägen. Das Leitbild unserer Schule in den Bereichen Unterricht, Klassenklima, Schulklima sowie Elternarbeit umzusetzen, ist den Lehrern, Schülern und Eltern Ansporn, aber auch Verpflichtung. Der Alltag an der Klosterbergschule ist durch Toleranz und Demokratie-bewusstsein gekennzeichnet.

Die Lehrer unserer Schule gehen auf die einzelnen Persönlichkeiten der Schüler ein, indem sie deren unterschiedliche Voraussetzungen und Begabungen berücksichtigen. Unsere Schule versteht sich als Lebensraum ihrer Schüler und Lehrer. Dazu trägt der bewusste Umgang miteinander bei. Anerkennung, Einfühlungsvermögen und Offenheit prägen das Miteinander an der Schule.

Es erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem TQB, MSD, SPF, schulpsychologischem Dienst, Sozialpädagogen, Schulbegleitern und der Schulsozialarbeiterin.

 

Durch die an unserer Schule bestehenden offenen Arbeitsgemeinschaften Töpfern, Kochen und Backen, Zirkus Kolibri, Schulband, Line Dance, Grünes Klassenzimmer, Kunst und Gerätturnen* können die Schüler in Ganztagsangeboten ihre Kreativität entfalten und durch die Präsentation ihrer Arbeitsergebnisse Anerkennung und Wertschätzung erfahren, auch über die Schulgrenzen hinweg. Kooperationen mit Vereinen erhöhen die Zahl der schulischen Angebote. (* Die Angebote können variieren.)

 

 

Gesundheitserziehung

„Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt; dort wo sie spielen, lernen, leben und lieben.“ (gemäß § 47 Abs.1 Thüringer Schulgesetz)

 

Die Schüler und Lehrer der Klosterbergschule werden befähigt, durch ihr erworbenes Gesundheitsbewusstsein aktiv für Körper und Geist zu handeln.

 

Anfälligkeit für Krankheiten, Bewegungsmangel, Übergewicht und ungesunde Lebensweise wirken sich negativ auf den Schulalltag aus.

„Gesundheit ist nicht ein generell gegebenes Haben, sondern ein Verhalten, nicht ein Gut, dass sich aufbraucht oder vermehrt, sondern ein Geschehen, welches sich im konkreten Verhalten spiegelt.“

 

Folgende Bereiche zur Gesundheitsförderung sind Arbeitsschwerpunkte an der Klosterbergschule:

 

Bereich Unterrichtsfach / Klasse
Bewegung und Sport

Motivation, um Bewegungsmangel auszu-gleichen,

Angebote und Ansätze, woraus sich Freizeitaktivitäten entwickeln können,

Kooperationen mit Sportvereinen Bad Berkas (Fußball-, Volleyball-, Tischtennis- und Leichtathletiksektion),

Angebote der AGs Zirkus, Line Dance, Gerätturnen und Golf

Tischtennisplatten und Basketballkörbe auf dem Schulhof, Spiel- und Sportgeräte zum Ausleihen

Sportprojekte zum Rettungsschwimmen, Tennisspielen, Hockey, Beachparty

 

 

alle Klassenstufen und Fächer

 

Sportunterricht und Arbeitsgemeinschaften

 

 

 

alle Klassenstufen

 

 

 

alle Klassenstufen

während der Pausen

alle Klassenstufen

Gesunde Ernährung

Einnahme einer täglichen warmen Mahlzeit,

Angebot von frischem Obst und Gemüse

auch während des Unterrichts Wasser trinken, um den Kreislauf bewusst zu stärken und die Aufmerksamkeit zu erhöhen

 

MNT und Biologie

 

 

 

 

 

alle Fächer

Sexualerziehung

Fragen klären nach einer verantwortlichen Lebensplanung,

Beschäftigung mit den Themen Aids, Hepatitis B,

Körperpflege, geschlechtsspezifische Besonderheiten

 

MNT, Biologie, Deutsch, Ethik und Religion
Suchtprävention

Aufklärung über Gefahren des Rauchens,

Motivation für das Nichtrauchen,

Thematisieren des Umgangs mit Alkohol sowie die Wirkung illegaler Drogen auf den menschlichen Organismus,

verschiedene Formen von Essstörungen

 

alle Klassenstufen und Fächer

 

Maßnahmeplan (siehe Anhang 4)     Drogenkonzept der Klosterbergschule

Stressprävention

Maßnahmen der Selbstwirksamkeit umsetzen,

Zeitmanagement bei Klassenarbeiten, Transparenzpapiere,

individuelle Pausen während des geöffneten Unterrichts, Entspannungsphasen

 

 

alle Klassenstufen und Fächer

 

 

 

Kl.5-6

Stärkung des Selbstwertgefühls

Lobkultur,

Vorstellen eigener Lernergebnisse bei den Glanzlichtern,

Maßnahmen d. Selbstwirksamkeit umsetzen,

Stärken in den Vordergrund stellen

alle Klassenstufen und Fächer

 

Kl5-8

 

alle Klassenstufen und Fächer

 

Mediation und Konfliktbewältigung

konkrete Vorfälle im Alltag sowohl in Einzel-gesprächen, aber auch mit Streitschlichtern, mit Eltern und im Klassenverband aufarbeiten,

anhand von Texten, Gedichten, Rollen-spielen,

entsprechende Strategien zur Konfliktbewältigung (Proaktives Handlungsmodell) entwickeln und testen

 

Klassenleiter, Klassensprecher, Schulsprecher, Beratungslehrer, Vertrauenslehrer, Elternsprecher

 

 

„Wir sind Klasse“ siehe Anhang 1

 

 

Deutsch, Religion, Ethik und Sozialkunde

Gesundheitsprophylaxe

regelmäßige Informationsveranstaltungen, auch für Eltern,

Alterstypisches wird in den Klasseneltern-versammlungen thematisiert,

Tage der Gesundheit,

Kneipp-Wanderungen

 

in allen Klassenstufen

 

Eine gute Klassengemeinschaft, ein ansprechender Raum, eine gepflegte Schule und vielfältige gemeinsame Aktivitäten vermitteln unseren Schülern:

„Du bist wichtig. Du sollst dich hier wohl fühlen.“

Einen wichtigen Schwerpunkt im Bereich Gesundheitserziehung bildet die Zusammenarbeit mit unseren Eltern.

 

 

Hausordnung (siehe Homepage)

 

Überall ist das Zusammenleben von Menschen geordnet – auch in unserer Schule.

 

 

Klassenregeln

 

Im Rahmen der Förderung von Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung im Unterricht entstehen in jeder Klasse Klassenregeln, die gemeinsam von unseren Schülern erstellt und veröffentlicht werden. Sehr positiv macht es sich bemerkbar, dass die Schüler selbst Maßnahmen aufstellen, die ergriffen werden sollen, falls ein Schüler gegen die Klassenregeln verstößt. Damit lernen unsere Schüler bereits sehr zeitig, demokratisch zu handeln und sich für die Belange ihrer Klasse und ihrer Schule einzusetzen.

 

 

3.5 Ziele und Strategien/Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

 

„Jemand, der niemals Fehler gemacht hat, hat nie was Neues ausprobiert.“

(Albert Einstein)

 

 

Ziele

 

Unsere Schule arbeitet nach einem gemeinsam erarbeiteten Leitbild, stellt sich realistische Ziele und leitet daraus Strategien zur Schulentwicklung ab. Diese werden im Schulentwicklungsprogramm festgeschrieben. Dieser Prozess wird von der Steuergruppe geleitet. Einmal formulierte Ziele und Strategien werden immer wieder geprüft und den veränderten Gegebenheiten angepasst.

 

 

Inhalte

 

Unsere Schule erarbeitet Maßnahmepläne, die für ein Schuljahr als Arbeitsgrundlage dienen und am Ende mit Methoden der internen und externen Evaluation überprüft werden.

Es erfolgt ein regelmäßiger Abgleich schulischer Daten mit landesweiten Ergebnissen, zum Beispiel durch Kompetenztests, zentrale Prüfungen, Vergleichsarbeiten. Daraus werden Konsequenzen für die schulische Arbeit abgeleitet.

Die gewonnenen Daten werden im Kollegium, mit Eltern und Schülern besprochen und zur Verbesserung der Arbeits- und Lernsituation genutzt.

Die im Rahmen der „Eigenverantwortlichen Schule“ mit dem Schulamt getroffenen Zielvereinbarungen sind für uns Arbeitsgrundlage im Schulentwicklungsprozess.

 

Für unsere Schule haben wir erstellt:

  • ein Organigramm
  • eine Aufgabenübersicht für Klassenleiter
  • eine Geschäftsordnung der Steuergruppe

 

Ebenso führen wir regelmäßig die Evaluation unseres Entwicklungsstandes durch. Die regelmäßige Evaluation unserer Arbeit erfolgt über Checklisten, die während pädagogischer Nachmittage kritisch bewertet und gemeinsam mit der Steuergruppe ausgewertet werden.

Folgende Evaluationsmethoden kommen zum Einsatz:

  • Dokumentenanalyse
  • Fragebögen
  • Interviews
  • Beobachtungen

 

 

 

 

 

Glossar

 

TQB                Team zur Qualitätssicherung der sonderpädagogischen Begutachtung

MSD                Mobiler Sonderpädagogischer Dienst

SPF                 Sonderpädagogische Fachkraft

 

 

 

Anhang 1       Konzept „ Wir sind Klasse“

 

Anhang 2       Übersicht Berufswahlvorbereitung

 

Anhang 3       Sprachenkonzept

 

Anhang 4       Suchtprävention

 

Anhang 5       „Übergangskonzeption Grundschule-Regelschule“

 

Anhang 5a   Lernstandseinschätzung Übergang Kl.4 – Kl.5 Mathematik

 

Anhang 5b   Lernstandseinschätzung Übergang Kl.4 – Kl.5 Deutsch

 

Anhang 5c    Checkliste für die Grundschulen zur Vorbereitung der zukünftigen Klassen-lehrer Kl.5

 

Anhang 6a    Handreichung zum Umgang mit Nachteilsausgleich

 

Anhang 6b    Maßnahmen zur Individualisierung des Unterrichts (Auswahl)

 

Anhang 7       Leitlinien zum Umgang mit verhaltensauffälligen Schülern

 

Anhang 8       Checkliste Weberhof

 

Anhang 9      Regelungen für die Kooperation mit Förderschullehrern, SPF und Schul-begleitern

*in alle genannten Anlagen kann Einsicht in der Schulleitung genommen werden

[1]Selbstwirksamkeit bezeichnet das Vertrauen in die persönlichen Kompetenzen, Schwierigkeiten aus eigener Kraft meistern zu können. Selbstwirksame Menschen, die sich autonom, sozial kompetent und akzeptiert fühlen, für die Lernen und Leistung erstrebenswert sind, können eher Verantwortung erleben und sind stärker zur Übernahme von Verantwortung bereit.

[2] Arbeitspapiere zur Gestaltung des Übertritts in denAnhängen 5, 5a, 5b und 5c

[3] Checkliste Weberhof für Aufnahme der Schüler im Anhang 8

[4] Regelungen für die Kooperation mit Förderschullehrern, SPF und Schulbegleitern im Anhang 9